Mein Weg mit Theologie im Fernkurs

Freude am Theologiestudium im Fernkurs

Mein Name ist Marko Pitkäniemi, ich bin 50 Jahre alt und arbeite als Kirchenmusiker und Lehrer in Helsinki, Finnland. Mein Weg nach Deutschland und zum Theologiestudium ist ziemlich lang und von vielen, unterschiedlichen Ereignissen geprägt. Davon möchte ich gerne ein wenig berichten.

Ich habe mich immer für Deutschland, die deutsche Sprache und die deutsche Kultur interessiert. So habe ich auch Orgelmusik in Deutschland studiert und an mehreren Meisterkursen an verschiedenen Orten teilgenommen. Als ich vor 7–8 Jahren ganz sicher wusste, dass ich auch Theologie studieren wollte – und zwar ganz offiziell, also mit einer Prüfung am Ende – hat mein guter Freund und geistlicher Begleiter in Osnabrück, Pater Franz Richardt OFM, mir vorgeschlagen, ich könnte doch den Würzburger Fernkurs wählen. Es war wirklich die richtige Entscheidung! Ich habe gemerkt, dass der gut strukturierte Studienablauf mit einem guten und vielseitigen Programm sehr gut zum Fernstudium passt für diejenigen, die berufstätig sind und an ganz unterschiedlichen Orten leben. So konnte ich, der einzige Teilnehmer aus dem „sehr hohen Norden“, ohne größere Probleme einen für mich passenden Zeitpunkt und Ort aussuchen. Ein besonderes Erlebnis war immer die wunderschöne Stimmung bei allen Studienwochen und Seminaren. Viele bekannte Gesichter habe ich mehrmals bei den Veranstaltungen getroffen. Ich bin auch fast überall in Deutschland gewesen, in Augsburg, Münster, Erfurt, Paderborn, und natürlich Würzburg! Für das leibliche und geistliche Wohl ist ja immer in allen Bildungshäusern gut gesorgt. Ich finde, beides ist so wichtig: das Pastorale und das Sakramentale, quasi als Sakrament der Gemeinschaft, wie Kardinal Marx es so treffend formuliert hat. Die Begegnungen mit Mitstudierenden hat die Freude am Studium immer wieder neu ermöglicht.

Unsere Minderheitssituation in Skandinavien ist ja vielen Deutschen ziemlich unbekannt. Mit Kontakten zu vielen deutschen Teilnehmern habe ich auch über unsere Situation als Katholiken und Katholikinnen in der Diaspora erzählen können. Besonders nennen und danken möchte ich an dieser Stelle Organisationen, wie z.B. das Ansgar-Werk und das Bonifatiuswerk. Ohne ihren Beitrag wäre es viel schwieriger, als Katholik im hohen Norden zu leben. Besonders schön ist es, über viele interessante Themen mit anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen sowie ausgezeichneten Referenten und Referentinnen zu diskutieren. Ich muss zugeben, dass ich mündliche Prüfungen sehr mag und mir die mündliche Prüfung bei Theologie im Fernkurs wirklich gefallen hat. So etwas hat man in Finnland nicht. Die meisten Prüfungen hier sind schriftlich; erst seit einigen Jahren gibt es auch bei uns mündliche Prüfungen.

Ich bin sehr froh, mich für den Würzburger Fernkurs entschieden zu haben – vielleicht möchte ich in nicht allzu ferner Zukunft den Pastoraltheologischen Kurs machen; dann, wenn es zeitlich bei mir möglich ist. Dann freue ich mich schon darauf, auch wieder nach Würzburg zu kommen aus dem hohen hohen Norden.

Viele Grüße an alle und alles Gute zum neuen Jahr!

Marko Pitkäniemi

Bistum Helsinki